Drei Schritte


1. Schritt
2. Schritt
3. Schritt

Climate Coucher

Philosophie der Climate Coucher

Alle Informationen auf dieser Seite wurden unter bestimmten Kriterien zusammengestellt und diese werden an diese Stellte näher beleuchtet.

Zum Erreichen von Klimaschutz-Zielen tragen auch Privatpersonen mit ihren Konsum-Entscheidungen viel bei. Beim Fällen dieser Entscheidungen kann es hilfreich sein folgende Ideen mit einfließen zu lassen.


I. Lebensqualität


Durch das Ergreifen geeigneter Maßnahmen durch viele Menschen werden die Folgen des Klimawandels global auf einem erträglichen Maß gehalten. Dies zu erreichen würde bedeuten, den Lebensstandart zumindest ansatzweise auf dem heutigen Stand zu halten. Wünschenswert wäre es, ihn für viele Menschen zu erhöhen.

Vielen erscheint dieses Ziel als unerreichbar. Das liegt nicht zuletzt daran, dass uns häufig der Eindruck vermittelt wird, dass wir unseren Wohlstand an der Menge der uns zur Verfügung stehenden Produkte und unserem Geld messen sollten. Doch dieses Bild zeichnet ein verzerrtes Bild davon, was wir Menschen als Lebensqualität wahrnehmen.

Viele Untersuchungen zu diesem Thema hat Gerhard Scherhorn durchgeführt, der u.a. an der Universität Hohenheim den Lehrstuhl für Konsumökonomik inne hatte. Schon sein kurzer Artikel Ressourcen, Wohlstand, Lebensstil macht deutlich, wie hoch der Preis für unseren ressourcenintensiven Lebensstil heute schon ist und, dass wir viel verpassen.

Ein Trugbild ist fernen, das wir Menschen egoistische Wesen sind, die nur sehr beschränkt dazu in der Lage sind zu kooperieren.

Auch hier belegen aktuelle Forschungen in unterschiedlichen Fachbereichen das Gegenteil. Es gibt sehr deutliche Hinweise darauf, dass es in der menschlichen Natur liegt, sich kooperativ zu verhalten. So zeigen Untersuchungen von Neurologen beispielsweise, dass unser Gehirn ein solches Verhalten belohnt. Gemeinsame Aktionen machen uns also Spaß, das sollten wir nutzten. Das wir das können zeigt nicht zuletzt die Evolution.

Drei WissenschaftlerInnen seien hier beispielhaft genannt und mit kurzen Filmen vorgestellt.

Hans-Peter Dürr

Hans-Peter Dürr ist Physiker und war bis 1997 Leiter des Max-Planck-Instituts für Physik in München. Er beschäftigt sich seit Jahren auch mit erkenntnistheoretischen und gesellschaftspolitischen Fragen und versteht es, komplexe Sachverhalten verständlich darzustellen.

Der Film `Das Pendel´ zeigt, winzig kleine Veränderungen können in der Instabilität riesige Veränderungen auslösen. Diese Chance gilt es zu erkennen und zu nutzen.

Die Filme `Es gibt keine Materie´ (Teil 1) und (Teil 2) zeigen, das Leben bedeutet Instabilität, Sensibilität, Diversität und Kooperation. Zwei instabile Systeme, die genau das Gegenteil von einander tun, können sich gegenseitig in ein dynamisches Gleichgewicht bringen. Und das ist es, was Lebendigkeit ausmacht.

Stefan Klein

Stefan Klein ist Wissenschaftsautor. Er hat Physik und Philosophie studiert. Sein aktuelles Buch heißt Der Sinn des Gebens. Hier belegt er eindrucksvoll, dass Selbstlosigkeit in der Evolution siegt und warum wir mit Egoismus nicht weiterkommen.

Lucia Reisch

Lucia Reisch ist Ökonomin, unterrichtet in an der Copenhagen Business School sowie der Zeppelin-University Friedrichshafen.

Sie zeigt, wie die Ganzheitlichkeit von uns Menschen dazu führt, dass wir sehr schnell im normalen Leben überfordert sind. Dies zeigt sich deutlich, wenn wir den Homo oeconomicus, der unsere Wirtschaftswelt vermeintlich dominiert, mit den Augen der objektiven Forscherin sehen.

Sie belegt eindrücklich und unterhaltsam, dass wir uns, auch wenn wir uns sehr anstrengen, nicht `rational´ verhalten. Und sie gibt konkrete Hinweise, wie wir es schaffen können, bessere Entscheidungen zu fällen.

Utopia Konferenz 2009 Teil I, Teil II und Teil III

Literaturtipps
Auf der Suche nach dem ethischen Konsum; Nachhaltigkeit, Lebensstile und Konsumverhalten von Lucia A. Reisch und Gerhard Scherhorn
Urbane Subsistenz; Die zweite Quelle des Wohlstands, Daniel Dahm, Gerhard Scherhorn

Nach dieser Einstimmung überrascht es nicht, dass eine Klimaaspekte berücksichtigende Lebensführung Spaß macht und gesund ist. Klimaschutz und Lebensqualität widersprechen sich demzufolge nicht, sie ergänzen sich vielmehr. Und das in einem Maße, in dem wir es uns bislang viel zu selten bewusst machen. Es wird viel Spaß machen, dies zu verändern.

II. Intelligenz für Kreisläufe


Climate Couching betrachtet Prozesse ganzheitlich und legt Wert auf geschlossene Kreisläufe. In die Betrachtung der Qualität eines Produktes fließen folgende Lebenszyklusphasen mit ein:

die Rohstoffgewinnung

das Herstellungsverfahren

die Nutzungsphase des Produktes

die Entsorgungs- bzw. Verwertungswege


Wenn möglichst viele Kreisläufe geschlossen werden, kann eine langfristige Ressourcenverfügbarkeit sichergestellt werden.

An dieser Stelle sei auf das von Michael Braungart entwickelte Cradle to Cradle Konzept verwiesen. Dieses Konzept hat es sich zum Ziel gesetzt, Produkte nicht weniger schlecht, sondern 100% gut zu machen. Mittlerweile gibt es viele Menschen und Unternehmen, die erfolgreich nach diesem Konzept Produkte herstellen und auch ganze Unternehmen führen.

Neben den materiellen finden in dem Konzept auch die finanziellen Wertschöpfungsketten Beachtung. Auf diese Weise werden lokale Lebens- und Wirtschaftsräume gesichert.

III. Eigenverantwortung


Demokratie bedeutet viele individuelle Freiräume und Verantwortung für die gefällten Entscheidungen. Verantwortliche Entscheidungen erfordern

Informationen und

die Bereitschaft Verantwortung zu übernehmen.


Climate Couching sammelt und bietet unabhängige Informationen und Tipps für Konsumentscheidungen und weist auf die Maßnahmen hin, bei denen Konsumenten/innen viel Verantwortung für ihre Klimabilanz tragen.

Climate Couching vernetzt und motiviert Menschen, damit es Spaß und Sinn macht, die Verantwortung für die Entscheidungen auch unter Klimaschutz- aspekten zu tragen.

An dieser Stelle soll auch erwähnt werden, wir lernen jeden Tag dazu. So kann es sein, dass wir einen Link von der Seite nehmen oder einen neuen setzten, wenn wir entsprechende Informationen dazu erhalten.

Je mehr Menschen zu Climate Couchern werden, um so besser wird die Website.

Climate Couching wird durch die Menschen, die es nutzen finanziert und erstellt. Für keiner der gesetzten Links hat Climate Couching eine Gegenleistung erhalten.