Mobilität II - kleine Schritte mit großer Wirkung


Oft wird im Bezug auf unsere Mobilität gesagt, dass wir das Auto nutzen, weil wir aufgrund der Umstände dazu gezwungen werden. Dass dies so nicht stimmt, zeigt die bundesweite Erhebung zum Mobilitätsverhalten in Deutschland (MiD 2008).

Nach dieser Studie legen wir rund 15 km pro Tag mit dem Auto in unserer Freizeit zurück. Das macht jährlich 5.475 km und damit über eine Tonne CO2 Emissionen über die wir auf der Couch entscheiden. Für Climate Coucher bieten sich hier große Möglichkeiten für Veränderungen.

Die gute Nachricht ist, auch mit kurzen Strecken lassen sich große Effekte erzielen. So verbrennt jedes Auto mit kaltem Motor auf den ersten drei Kilometern 1 Liter Treibstoff und setzt damit bis zu 3.300 g CO2 frei. Wenn wir uns auf diesen Strecken für andere Verkehrsmittel entscheiden, können wir dafür beispielsweise ein Stück Käse oder Wurst essen, ohne unsere Klima- und Kalorienbilanz aus dem Gleichgewicht zu bringen.

Um hier nachhaltige Veränderungen zu erreichen, lohnt es sich schrittweise eine klimaverträgliche Infratruktur aufzubauen. Wir werden selbstverständlicher auf sie zurückgreifen, je mehr Spaß es uns macht, sie zu nutzen. Viel Spaß beim Ausprobieren!



1. Für Fußgänger/Rollschuhfahrerinnen

Schuhe, in denen das Laufen Spaß macht.

Ein Einkaufswagen oder ein Rucksack, um Einkäufe bequem zu transportieren.

Falttaschen in der Handtasche, damit Einkäufe auch mal spontan auf dem Weg erledigt werden können.

Fußgängerstadtpläne, um auch Wege zu finden, die Fußgänger be- quem, schnell und sicher an ihr Ziel bringen. Sie werden vom Fuss e.V. erstellt und sind für die Städte Hamburg, Berlin, Bremen und Hannover erhältlich.



2. Für Fahrradfahrerinnen

Ein Fahrrad, das verkehrstüchtig ist und mit dem das Fahren Spaß macht. Tipps zur Verkehrssicherheit ihres Fahrrads oder auch zum Fahrradkauf gibt es beispielsweise beim Allgemeinen Deutschen Fahrradclub e.V. (ADFC).

Satteltaschen, Kindersitze oder Anhänger, um bei Bedarf die Kinder und die Einkäufe befördern zu können.

Um Wasserkästen und ähnliches zu transportieren gibt es Lastenfahrräder - die können Sie sich beispielsweise über das Lastenradnetzwerk ausleihen.

Fahrradkarten, um die schönen Wege zu finden, die meist abseits der Hauptverkehrswege liegen. Viele Städte bieten mittlerweile sogar Online- tools, die den schnellsten oder den schönsten Weg zum Ziel heraus- suchen (z.B. in Berlin oder München).



3. Ein Test-Abonnement für den öffentlichen Nahverkehr oder eine
__Testfahrt im Fernverkehr

Je häufiger Sie mit Bus und Bahn unterwegs sind, umso sicherer wer- den Sie. Auf diese Weise lernen Sie das Netz und dessen Funktions- weise besser verstehen. Ihre Bereitschaft im Stau zu stehen und stän- dig einen Parkplatz zu suchen, sinkt dann von Woche zu Woche.

Gerade für NeueinsteigerInnen kann sich der Fahrkartenkauf etwas komplizierter gestalten. Wer sich nicht mit dem Onlinebuchungs- systemen anfreunden kann und keinen kompetenten Vertragspartner vor Ort hat, kann sich vertrauensvoll an einen Bahnprofi wenden. Diese kennen nicht nur alle Wege im deutschen und europäischen Tarif- dschungel, sie schicken Ihnen das Ticket auch zu, wenn Sie die Bestellung per Telefon aufgeben.



4. Umstellung auf eine klimafreundliche Fahrweise mit dem Auto.

Tipps wie Sie Spritsparen können oder Informationen, was ein klima- freundliches Auto können sollte, finden Sie beim Verkehrsclub Deutschland e.V. oder auf den Seiten des Umweltbundesamtes.

Eine Vorrichtung, um die Fahrräder mit dem Auto befördern zu können. Dann können auch im Urlaub die kleinen Wege vor Ort mit dem Fahrrad erledigt werden.

Wer sich für das Thema Elektromobilität interessiert und dies einmal ausprobieren möchte, dem sei die Seite Lautlos durch Deutschland ans Herz gelegt. Hier können Sie Elektrofahrzeuge (Pedelecs, Elektro- fahrräder, Elektroroller, Elektroautos) anfassen, probefahren, mieten oder kaufen. Klimafreundlich sind diese Fahrzeuge natürlich nur dann, wenn wir sie mit Ökostrom laden.

Auch im Bereich der Nutzung von Autos entwickeln sich immer neue Initiativen, von Mitfahrzentralen bis Nachbarschaftsautos. Viele Links dazu finden Sie im unteren Bereich von Mobilität I.