Konsum Ia

An dieser Stelle geht es darum, Ihnen ein Bild über die Art und Weise, wie unsere Produkte hergestellt werden, zu vermitteln und Ihnen eine vielversprechende Produktionsweise vorzustellen.

Im Bereich Ernährung wurden beispielsweise die Klimawirkungen von Lebensmitteln beleuchtet. Diese Produkte haben die Eigenschaft, dass sie meist gefahrlos in natürlichen Kreisläufen geführt werden können, da sie aus pflanzlichen oder tierischen Bestandteilen bestehen.

Viele unserer Produkte sind jedoch aus anderen Materialien. Diese werden meist als Bodenschätze bezeichnet. Hierzu gehören neben Öl und Kohle auch alle Metalle (Stahl, Aluminium, Kupfer) und Mineralien. Diese Materialien bilden die Rohstoffe für viele unserer (Plastik-) Gegenstände oder den Treibstoff für unsere Motoren sowie unsere derzeitige konventionelle Stromerzeugung mit Kohle, Öl, Gas und Uran.

Da wir bisher weltweit nicht sehr erfolgreich sind, wenn es darum geht, dieses Material in geschlossene Kreisläufe zu führen, stellt uns das vor große Heraus- forderungen. Bereits heute werden viele Konflikte und Kriege aufgrund von Roh- stoffen geführt. Auch der Umgang mit dem Abfall stellt uns auf allen Kontinenten vor große Probleme.

Bei der Beurteilung der Klimawirksamkeit von Produkten sollten deshalb neben den klassischen Herstellungsprozessen sowohl die Prozesse der Rohstoffge- winnung und -aufarbeitung, als auch die der Verwertung oder Entsorgung mit berücksichtigt werden.

Fachleute sprechen hier von der Notwendigkeit der Erhöhung der Ressourcen- effizienz. Das macht beim derzeitigen Produktdesign sehr viel Sinn. So wiegt beispielsweise ein Computer 15 kg. Seine 80 Bauteile bestehen aus mehr als 700 Substanzen. Jedes Bauteil hat seine eigene Rohstoff-Geschichte. Die Lebens- zyklusanalyse dieser Bauteile zeigt, die Rohstoffgewinnung, die Verarbeitung, der Transport bis hin zur Entsorgung, dass ein Computer 1,4 Tonnen Rohstoffe benötigt. (Mehr dazu Quarks&Co vom 23.02.2010). Mehr Informationen zu dem Thema Abfall finden Sie hier.

Sehr anschaulich, allerdings in Englisch, stellt die "Story of Stuff" die Zusammenhänge dar. Die Filme sind frei verfügbar, wenn Kontaktdaten hinterlegt werden. Zielsetzung ist es, dass diese Filme kostenlos für alle verfügbar bleiben. Auf youtube sind die Filme auch mit deutscher Übersetzung verfügbar. Hier findet sich auch die Kritik zu den Filmen. Wer sich darüber hinaus informieren möchte, dem sei die Stiftung Warentest empfohlen. Viele Informationen zu "Schadstoffen" in Produkten sind auf test.de kostenlos abrufbar.

Vielleicht haben Sie ja auch schon die Erfahrung gemacht, dass Produkte unerwartet schnell kaputt gehen. Bei der Initiative Murks? Nein Danke! können Sie sich seit 2012 gegen diese geplante Obsoleszenz wehren.

Doch es geht auch anders, intelligenter.

Prof. Dr. Michael Braungart und Prof. Willian McDonouth zeigen mit ihren Projekten und ihrem Buch Wiege zu Wiege oder auch Cradle to Cradle Design, dass Produkte in geschlossenen Kreisläufen geführt werden können. Voraussetzung ist jedoch, ein intelligentes Design der Produkte.

Und nicht nur viele Firmen, sondern auch viele Menschen, denen diese Idee gefällt setzten sich aktiv für diesen Ansatz ein. Einer der Prominentesten Befürworte ist wohl Brad Pitt.

Ein intelligentes Produktdesign umfasst:

eine gute Kooperation aller am Produktionsprozess beteiligten Akteure, um einen intelligenten Einsatz von Materialien sicherzustellen,

eine hohe Qualität der Rohstoffe und

ein durchdachtes Vertriebssystem.


Auf diese Weise werden die Produktionsketten für alle Akteure gläsern, eine hohe Produktqualität wird sichergestellt und die Produkte finden nach ihrer Nutzung ihren Weg zurück zum Produzenten. Der verfügt auf diese Weise erneut über hochwertige Materialien für neue Produkte. Die Emissionen für die Rohstoffge- winnung und die Produktentsorgung entfallen.

Produzenten, die mit diesem Konzept arbeiten, finden Sie hier. Seit Mai 2010 gibt es in Kalifornien das Cradle to Cradle Products Innovation Institute, dass die Cradle-to-Cradle Idee lehrt.

Das erste markfähige Intelligente Produkt war CLIMATEX, ein Möbelbezugsstoff. Dieser Stoff kann mittlerweile sogar in öffentlichen Verkehrsmitteln wie Zügen und Flugzeugen eingesetzt werden.

Auch in der Mode gibt es Intelligente Produkte. So gab es als Teil der Fashion Week 2010 in Berlin die Messe The Key. Auf ihr präsentierte u.a. die Firma Trigema ihre intelligenten T-Shirts.

Um Stück für Stück Produkte mit einer hohen Qualität zu erhalten, bieten Ihnen die folgenden Seiten viele Kriterien, die Sie in Ihre Kaufentscheidungen einfließen lassen können.

The NEXT Industrial Revolution

Intelligentes Produktdesign

Hilfreiche Tipps für den klimafreundlichen Einkauf von Artikeln, die auch die öffentlichen Hand beschafft, finden Sie beim Umweltbundesamt

Darüber hinaus finden Sie dort auch Hinweise zu den Themen Putzen, Abwaschen und Waschen sowie zum Kauf und Umgang mit Compu- tern, Internet und Co

Der Blaue Engel

Biologischer Anbau

Faire Produktion und Handel

Regionale Herstellung

Gentechnikfreie Produktion

Einsatz von Nanotechnologie

Mappen, Ordner und Taschen aus Recyclingfilz

Konsum II